Einrichtung nach Feng Shui
Feng Shui fand nach 1986 überall in der westlichen Welt Anwendung. Grundlage der Einrichtung nach den Grundsätzen des Feng Shui sind nach wie vor die traditionellen Grundsätze. Es haben sich aber durch die New-Age-Bewegung und die esoterischen Bewegungen inzwischen vielzählige Schulen herausgebildet. Bevor die Wohnung nach den Grundsätzen der Lehre eingerichtet wird, stellt sich deshalb die Frage, ob die traditionelle oder die moderne, westliche Form angewendet werden soll.
Modern oder doch traditionell?
Der Hauptunterschied liegt vor allem in den Utensilien, die im Haus Energien beeinflussen und lenken sollen. In der klassischen Richtung werden nur sehr wenige Gegenstände verwendet. Es handelt sich dabei um Landschaftsbilder, Amulette und Kalebassen. Unter letzterem ist ein spezielles Gefäß zu verstehen, dass zur Aufbewahrung von Wasser genutzt wird. Allerdings wird der Behälter immer wieder in Musikinstrumenten eingesetzt, da er ein guter Resonanzkörper ist. Häufig wurden Kürbisse verwendet, um dieses Gefäß zu fertigen. In der modernen Lehre des Feng Shui sind weit mehr Hilfsmittel erlaubt. Neben Kristallen und Zimmerbrunnen sind auch Windspiele, Goldsteine und farbige Stoffe immer wieder zu finden. Auch moderne Bilder wie Poster auf denen Wasserflächen zu sehen sind, können in der westlichen Form eingesetzt werden. Darüber hinaus werden häufig auch Duftstoffe verwendet.
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In der traditionellen Form der Lehre spielt darüber hinaus auch die Ausrichtung der Räume eine entscheidende Rolle. Die Häuser werden vollständig auf die Energien ausgerichtet. Ein Umstand, der in der westlichen Anwendung nicht zu finden ist. Hier werden die Himmelsrichtungen vollkommen ignoriert. Einzig der Hauseingang ist für die Planung und Gestaltung wichtig. Diese Unterschiede resultieren daraus, dass die klassische Form keine Wertungen beinhaltet. Die moderne Form versucht, wissenschaftliche Modellbildung zu kreieren und das Vorgehen damit zu begründen.
Das Bagua-Raster der modernen Feng-Shui-Methodik
In der westlichen Anwendung wird häufig das Bagua-Raster verwendet. Hierbei handelt es sich um eine Schablone, die über den Grundriss der Wohnung oder des Hauses gelegt wird. Die Schablone ist in neun Quadrate eingeteilt. Ebenfalls wird jedes Zimmer nochmals in die neuen Quadrate unterteilt. Da die Ausrichtung immer anhand der Wohnungstür erfolgt, wird der untere Rand der Schablone auf die Mauerlinie gelegt, an der sich der Ausgang befindet. Jedes Quadrat hat dabei seine eigene Bedeutung.
Ein Quadrat ist für Reichtum/Wohlstand, Ruhm/Anerkennung und Partnerschaft/Beziehung zuständig. Ein weiteres Quadrat steht für Familie/Gesundheit, Zentrum/Tai Chi sowie für Kinder/Kreativität. Die letzte Einteilung ist Wissen/Bildung, Karriere und hilfreiche Menschen. Ein Kaktus in dem Feld für die Beziehung sagt dann beispielsweise aus, dass die Beziehung nicht optimal funktioniert. Eine Rumpelkammer im Feld für Karriere sagt aus, dass nichts Berufliches optimal funktioniert. Diese Umstände müssen deshalb verändert und damit verbessert werden. Wird nicht die gesamte Wohnung von Quadraten bedeckt, dann kann es zu Problemen in den Bereichen kommen, für die dieses Quadrat zuständig ist.
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Platzierung von Gegenständen
Die Veränderungen werden durch Gegenstände erzielt, die in der modernen Feng-Shui-Lehre angewendet werden. Sie werden an Orten platziert, an denen sie die Energien wieder in günstige Bahnen lenken können. Spiegel können beispielsweise einen Bereich vergrößern. Vergrößert wird dabei der Teil, der hinter dem Spiegel liegt. Hängt der Spiegel im Quadrat der Partnerschaft, dann wird dieser Bereich verstärkt. Ähnliche Wirkungen können auch von allen anderen angewendeten Gegenständen ausgehen. Nicht nur die herkömmlichen Gegenstände können allerdings wirken. Vielmehr können auch moderne Möbel und Zubehörteile die herkömmlichen Mittel ersetzen.
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Image: Vaide Seskauskiene – Fotolia.com
